Sinnvolle Social Media Guidelines

by Marcus Bösch on 12. Juli 2009

Flickr / CC Ross Mayfield

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We don’t mean to turn you off from blogging by immediately inundating you with legalese, but we need to make clear our respective rights and responsibilities related to this service. Harvard Law School

Leitfäden, Vorgaben und Richtlinien sind praktisch. Sie erleichtern jegliches Vorgehen, geben Sicherheit und Beschleunigen die Entscheidungsfindung. Umfassend diskutiert werden in Medien- und Wirtschaftsunternehmen derzeit so genannte Social Media Guidelines. In Zeiten twitternder Redakteure, selbstgebastelter Firmen-Facebook-Accounts und einer „Social Media-Kakophonie“ eine sinnvolle Idee.

Kontrovers diskutiert wurde das Thema in den vergangene Monaten in den USA. Die Hauptkonfliktlinie: Was und wieviel soll man Mitarbeitern erlauben? Eine interessante Frage in Zeiten von Social Media, die auf Kommunikation, Authentizität und 
Imperfektion basieren. Eine gute Zusammenfassung der Diskussion mit zahlreichen Links findet sich in einem Blogposting von Mathew Ingram vom Nieman Journalism Lab der Harvard University. Unstreitig ist offenbar die Notwendigkeit von Social Media Guidelines. Nur:

Was soll drinstehen?

Im Blog Mashable listet Sharlyn Lauby 10 Must-Haves for Your Social Media Policy auf. Zentrale Punkte u.a. Be authentic. Consider your audience. Understand the concept of community. Fair use. Protect confidetal info. Bring value.

Ein sinnvoller Leitfaden muss nicht lang sein. Er passt auf eine Seite manchmal sogar in ein paar Zeilen:

If you’re using an account for work purposes, identify yourself as an employee of The Gazette.If posting something would embarass you or the company, or call your professional reputation into question, DON’T POST IT.

Social Media Guidelines sollten sich am gesunden Menschenverstand orientieren: Sachlich argumentieren, niemanden beleidigen, keine Geheimnisse verraten, als authentische Person erkennbar bleiben und Mehrwert schaffen.

Was soll nicht drin stehen?

Die Überwachung von Freunde-Kommentaren bei Facebook – wie von AP gefordert – geht meiner Meinung nach zu weit. Auch das Verbot über das Entstehen von Artikeln und Recherche zu sprechen, finde ich kontraproduktiv. Auch das Vermischen von beruflichen und privaten Informationen befindet sich momentan zwar noch in einer Art Probierphase, sollte aber nicht direkt unterbunden werden. Authentizität und Persönlichkeit sind relevant! Das Engagement bei beispielsweise Twitter und Facebook während der Arbeitszeit sollte nicht verboten, sondern unter dem Gesichtspunkt der Effizienz und Zielausrichtung gesehen werden.

Kleine Liste

Ein gutes Beispiel für einen Leitfaden findet sich in der Daimler Blogging Policy (PDF) . Vom 16.10.2007 übrigens!

Editorial Guidelines der BBC: Blogging

New York Times
 on Facebook and Other Social Networking Sites

Reuters Handbook of journalism
: Reporting from the internet

IBM Social Computing Guidelines:
 Blogs, wikis, social networks, virtual worlds and social media

SAP Social Media Guidelines 2009

Noch mehr? Social Media Policy Examples

Social Media Snippets: How to Create Your Social Media Policy

FASTForwardBlog: Social Media Policy Guidelines Can Encourage Use Outside Enterprise and Adoption Within

Moses, der Leviathan und die Social Media Guidelines

{ 2 comments… read them below or add one }

Peter Juli 12, 2009 um 21:54

“If responsibilities and workflow isn’t established and most importantly, if guidelines aren’t drafted and disseminated company-wide, the intention of helping influential customers and advocates can quickly transcend into social, and very public, chaos.

We need rules of engagement.”

@briansolis on Why Real Time Conversations Hasten Social CRM http://bit.ly/11YGC3

peter Juli 20, 2009 um 15:59

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