Kann man mit Multimedia Geld verdienen?

by Marcus Bösch on 22. August 2010

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Man muss sich auch damit auseinandersetzen, dass es schlicht keinen nennenswerten Markt für journalistische Multimediaproduktionen gibt. Jedenfalls nicht zur Zeit und auch nicht in absehbarer Zukunft, dazu im überschaubaren deutschsprachigen Raum. Jungen Multimediajournalisten etwas anderes zu suggerieren, wäre m. E. nicht in Ordnung.

Das hat Zeit-Redakteur Fabian Mohr Anfang Juli in einem Blogpost geschrieben. Debattiert haben wir ob das stimmt, ob man es sich so einfach machen kann und / oder sollte. Eine wirklich abschließende Antwort haben wir dazu nicht gefunden. Deshalb haben wir die Frage weitergereicht an Menschen, die in Deutschland multimediale Produkte und Projekte erstellen und vorantreiben – mit und ohne Medienunternehmen im Rücken.

Hier unser Fragebogen. Geantwortet haben:

Es zeigt sich schnell: Das Feld des Multimedia-Journalimus ist weit und noch nicht einmal richtig umrissen. Schon bei der Definition, was Multimedia-Journalismus überhaupt sein soll, beginnen die Diskussionen. „… würde euch gerne helfen bei eurer Umfrage – aber ich habe insgesamt ein Problem mit der ganzen Debatte“, schreibt beispielsweise Matthias Eberl und schickt ein Statement (siehe hier) .

Wir haben alle Antworten in einem 23(!)-seitigen PDF gesammelt. Das liegt jetzt bei Scribd zum Durchlesen, Ausdrucken und Anstreichen. Als Denkanstoß und Inspiration. Hier eine Kurzauswertung.

Kann man mit multimedialen Produkten (audio-visuelle Inhalt für das Internet) in Deutschland Geld verdienen?

Nahezu alle Befragten sagen „Ja“, wenn man als Kunden nicht nur journalistische Anbieter in Betracht zieht.
Medialism: Wir meinen: Ja. Es entwickeln sich gerade verschiedene, neuartige Geschäftsmodelle für mediale Inhalte im Netz.
Frerk Lintz: Ja
Stefan Domke: Ja.
Mirko Kubein: Ja. Definitiv.

Einfach ist das Ganze aber offenbar nicht.
Fabian Schweyer: Ob man damit ein erträgliches Leben führen kann, ist eine andere Frage.
Jörg Pfeiffer: Es deckt gerade mal die Fixkosten.
Simon Sticker: Es ist schwierig.

Und es funktioniert offenbar nicht sonderlich gut auf traditionellem Weg.
Uwe H. Martin: Nicht bei klassischen Verlagen. Oliver Bechmann: An Tageszeitungen jedenfalls nicht

Wenn ja, wie und wo und wie viel?

Jörg Pfeiffer: Fixkosten =  Ehemals besetztes Haus in Kreuzberg + KSK + 100€ Altersvorsorge + Handy Flatrate + Spaghetti aglio e olio. Für alles darüber hinaus sind publizierte Multimedia-Formate gute Werbung.

Frerk: Gewerbliche Schnittmenge zwischen Film und Internet, Online Werbung. Vierstellige Euro Beträge pro Auftrag, abhängig vom Umfang.

Stefan Domke: Der WDR bzw. WDR.de setzt z.B. seit etwa 2 Jahren regelmäßig Soundslides ein, um besondere Themen in einer vertonten Fotogalerie zu präsentieren. Davon ab gibt es immer wieder Specials, die (z.B. gemeinsam mit externen Agenturen) umgesetzt werden. Die Honorierung ist Projekt, Tätigkeits- und Aufwands-abhängig. Das Honorar orientiert sich grob an diesen Honorar-Positionen.

Spill the Beans: Meine Narkolepsiereportage habe ich z.B. an einen Selbsthilfeverein verkauft, der damit auf Ärztekongressen und Messen über die Krankheit aufklärt. Momentan versucht der Verein Geld zu akquirieren, um die Reportage nicht nur im direkten Kontakt, sondern auch im Web zeigen zu können. Das ist ein langsamer Prozess, aber insgesamt sind so bisher etwa 3000 Euro zusammengekommen.

Simon Sticker: Ich versuche in der Regel einen gewissen Tagessatz einzuhalten und nicht drunter zu gehen, was nicht immer ganz einfach ist. Es hängt auch vom Kunden ab. NGOs liegen aber eher am unteren Rand. Das meiste Geld verdiene aber ich nach wie vor mit Video oder Fotos, weniger für Multimedia an sich.

Wenn nein, warum nicht?

Oliver Bechmann: Zu teuer
Medialism: Einfach nein sagen und finito: Das wär’ ein bisschen langweilig, oder?

Welche Multimedia-Formate werden sich – Ihrer Meinung nach – durchsetzen? Warum?

Video:
Jörg Pfeiffer: Das Durchsetzungsvermögen hängt natürlich mit der Massenkompatibilität zusammen und da ist zur Zeit Video nach wie vor am stärksten.
Oliver Bechmann: Vermutlich – leider – das pure Video.

Eine Mischung:
Medialism: Für die User gibt keinen Krieg der Formate. Durchsetzen wird sich wahrscheinlich eine Mischung aus allem.
Mirko Kubein: Es wird nicht das EINE Format geben. Die jetzt existierenden Formen sehe ich als Versuche und Zwischenstadien.
Spill the Beans: Wahrscheinlich wird es eine Vielzahl unterschiedlicher Multimediaformate geben, von Audioslideshows (Curse of the Black Gold) über Stop Motion Animationen mit Typografie (Airsick), komplexen Flashprojekten (For Want of Water), bis interaktive Erzählungen (Journey to the End of Coal) und beliebigen Kombinationen aus allen diesen Formaten. Das Format sollte immer von der jeweiligen Geschichte abhängen, nicht von Modeerscheinungen und dem Abgesang bestimmter Formate, weil sie im Verwertungskontext etablierter Verlage nicht funktionieren.

Und sonst:
Fabian: Audio Slideshows werden eine Spielform bleiben, jedoch in einer Nische. Multimedia-Pakete mit zahlreichen miteinander verknüpften Inhalten haben sich nicht durchgesetzt.
Frerk: Ich hoffe, dass wir Formate haben werden, die man, egal ob in der Form einer App oder einer halb geschlossenen Website, unbedingt haben muss – wie ein gutes Buch, und wir so von den hysterisierenden News Websites wegkommen.
Stefan Domke: Aber auch die bei uns derzeit häufiger zum Einsatz kommende Streetview-Präsentation könnte sich u.U. weiter verbreiten. Sie ist (eine leichtere und kostengünstigere Nutzung als bisher vorausgesetzt) die ideale Platform, um alle drei Varianten (Bild, Text undTon) gleichberechtigt zu präsentieren.

Was muss ein Multimediaproduzent können?

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Hier ein Wordle aus den der sehr umfassende Aussagen. Und hier ein paar Schlaglichter.
Jörg Pfeiffer: Inhaltlich, Technisch und Markt — Eine Geschichte finden und erzählen können.
Fabian: Auf den ersten Blick erschreckend viel: Video, Fotografie, Audio sowie Komposition und Storytelling. Dazu Flash, Html und vielleicht noch Design.
Oliver: Storytelling bzw. Dramaturgie.
Simon: Von der technischen Seite muss man ein bißchen Jack-of-all-trades sein.
Spill the Beans: Das Wesentliche hat sich nicht geändert: Die Fähigkeit eine gute Geschichte spannend erzählen zu können. Dazu braucht man viel Neugier, ein waches Auge, Allgemeinbildung und Interesse an den Menschen und der Welt.

Fazit

Auf die Frage, ob man mit Multimedia Geld verdienen kann, anworten 10 von 11 Befragten mit einem mehr oder weniger klaren “Ja”. Doch die wenigsten arbeiten ausschließlich für Medienunternehmen. Eindeutig lukrativer ist es für die meisten, für kommerzielle Kunden oder NGOs zu arbeiten.

Dass es sich dabei im Normalfall nicht um die einfachste und schnellste Art handelt, Geld zu verdienen, ist relativ offensichtlich. Genauso wie die Tatsache, dass wir in einer medialen Umbruchsituation leben. Wohin die Reise geht, findet man am Besten heraus in dem man einen Schritt nach vorne wagt, statt im Studierzimmer zu theoretisieren. Das ist für uns die zentrale Erkenntnis. Trotzdem kann und soll auf dem Weg nach vorne natürlich weiter konstruktiv debattiert werden.

Der Austausch soll hier starten, nicht aufhören! Sie sind Journalist, Storyteller, Multimedia-Macher? Dann füllen Sie den Fragebogen doch auch aus. Wir sammeln weiter Antworten und werten diese dann zu gegebener Zeit noch einmal aus. Interessieren würde uns auch brennend, wo die aktiven Multimedia Storytellerinnen stecken?! Diskutieren Sie mit uns via Twitter (Marcus Bösch: @blogschau und Steffen Leidel: @online_simple). Hashtag #mumi10 Und der Kommentarbereich hier unten ist natürlich ab jetzt auch geöffnet…

{ 6 comments… read them below or add one }

Fabian Mohr August 23, 2010 um 10:41

Hallo Markus, vielen Dank für den sehr interessanten Überblick. Es lohnt sich, die detaillierten Antworten der Kollegen zu lesen.

Kurz zwei Anmerkungen: Ich habe mir das nicht „einfach gemacht“, meine Schlussfolgerung basiert nur auf dem, was ich erlebe. Ich kenne einfach keinen frei arbeitenden „Storyteller“, der allein von journalistischen Multimediaproduktionen vernünftig leben kann. Keine Ahnung, wie das in zwei, drei Jahren aussieht. Im Moment kenne ich keinen (vielleicht übersehe ich den einen oder anderen).

Was die Grafik sagt, ist so keine Überraschung. Dass man mit Multimedia allgemein (weites Feld) irgendwie Geld verdienen kann, ist klar. Nur darum ging es mir nicht. Mir ging es allein um die journalistischen Projekte. Also: Keine NGOs, keine PR, keine Werbung. Wenn man die abzieht, und es gibt eben auch Leute, die diese Auftraggeber aus sehr nachvollziehbaren Gründen nicht parallel zu ihren journalistischen Jobs wollen, dann bleibt an Volumen nicht viel übrig.

Unerfreulich, Ja. Hoffentlich bald besser.

Marcus Bösch August 23, 2010 um 13:51

Hi Fabian,

danke für deine Anmerkungen!

@einfachmachen: Nur um das deutlich zu machen. Das war und ist gar nicht persönlich gemeint. Uns interessierte vielmehr – gerade aufgrund des immer singulär beschränkten Erfahrungsbereichs – mal über den Rand zu gucken und Leute aus der Praxis zu fragen. Dein Blogposting war da Aufhänger und Anlass. Deswegen: Danke dafür noch mal. 
Das zeigt auch wie praktisch die Bloggerei ist. Denn im Moment ergibt ein Posting hier, ein anderes Posting da. Gut für die Sache.

@Überraschung: Sinn und Zweck war auch nicht mit einer sensationellen Überraschung um die Ecke zu biegen. Kein Sccop, nur persönliche Erfahrungen – zum Aufmuntern, Anregen und zum Nachmachen.

@Journalistisch: Für mich ist “journalistisch” ja kein Gütesiegel per se mehr. Wenn ein selbsternannter Storyteller, Blogger, Filmemacher oder sonst wer ein schönes, stringentes Produkt erstellt, dann ist mir das egal ob er bei einem Medienunternehmen arbeitet oder ein standesgemäßes Volontariat absolviert hat. Die Sache mit PR, NGO und Werbung bleibt diskussionswürdig. Aber unbeantwort bleibt die Frage, warum Vimeo-Bastler in ihrer Freizeit derzeit hochwertigere Produkte anfertigen als klassische Medienunternehmen.

@Volumen: Ja, leider wenig. What comes is better than what came before?!

Daniel Nauck August 23, 2010 um 20:52

Liebe Kollegen,

auch von mir vielen Dank für die Bestandsaufnahme.
Ich habe das Gefühl, das sich die Debatte um die Finanzierung multimedialer journalistischer Erzählformen im Kreis dreht. Wir sollten akzeptieren: Einzelne Verlage allein sind nicht in der Lage und oder willens zu investieren, neue (Online-) Medienhäuser gibt es nicht.

Es müssen also andere Finanzierungswege gefunden werden (z.B. Teilfinanzierungen). Und das geht jeden von uns an. Ein Ansatz ist der von Spiel the Beans, einen Förderverein zu gründen. Auch dazu können Verlage ihren Teil beitragen.

Was fehlt ist wirkliche Innovation bei den hiesigen Verlagen, was den Onlinejournalismus und dessen Finanzierbarkeit betrifft. In den USA wird diese durch Universitäten und solche Stiftungen wie die Knight Fundation betrieben. Solche Strukturen gibt es hier nicht.

Vielleicht sollten sich mal ein paar Medienhäuser jenseits von Springer zusammentun und ein Forschungsprojekt Online-Journalismus nebst Stiftung ins Leben rufen, welches Geld spannenden Projekten zur Verfügung stellt. Im Netz lässt sich ja alles gut verlinken;.) profitieren würden die Verlage, die im Bedarfsfall auf einen Pool gut ausgebildeter, vernetzter Macher zurückgreifen können.

Ich glaube, das das Publikum neue Geschichten und Erzählweisen, die man nicht überall bekommt, sehen möchte und auch in welcher Form auch immer honorieren wird.

Ich möchte kurz noch das Stichwort Vernetzung aufnehmen: Sicher gehören multimediale Kompetenzen zum Basiswissen eines Onlinejournalisten, aber eine visuelle Ausbildung ersetzt dieses nicht, visa versa.
Onlinejournalisten und Bildjournalisten sollten sich zu Teams zusammentun um an Projekten zu arbeiten, die inhaltlich wie bildnerisch stark sind. Aus Erfahrung kann ich sagen, daß die Qualität solcher Produktionen sprunghaft ansteigt. Und die ist zwingend, will man sich von Youtube-Material abheben (das Material bei vimeo ist ja um Längen besser;.)

Die Diskussion um die Definition journalistischer Arbeit sollten wir nicht in die Zukunft verschieben. Ich frage mich: was ist mit Portalen wie 3min von der Telekom, wenn denen einfällt eine journalistische Sparte einzuführen? Ist das Journalismus, wenn man da veröffentlicht? Oder etwa das Projekt Soccer vor Life: produziert von einer Multimedia-Produktionsfirma, finanziert durch einen Gründerwettbewerb, ausgestrahlt gleichermassen auf DFB-TV und bei taz-online sowie 11freunde?

Transparenz in Bezug auf Auftraggeber und Verbindlichkeiten werden im Netz mit seinen vielen Kanälen sicher wichtiger werden. Vielleicht wichtiger als Berufsbezeichnungen, die für das Publikum nicht relevant sind.

Beste Grüße
Daniel Nauck

Kai Schächtele August 23, 2010 um 22:17

Ich bin ja noch relativ neu im Kreis derer, die sich mit der Frage beschäftigen, wie man mit multimedialen Formaten wird Geld verdienen können. Wir haben so richtig erst im vergangenen Herbst angefangen, an und mit solchen Formaten zu arbeiten, unser Wintermärchen während der WM haben wir weitgehend selbst bezahlt.

Eines der Grundprobleme im Moment ist, dass die Budgets der Verlage noch gar nicht auf die gegenwärtige Entwicklung ausgerichtet sind. Da gibt es eben Honorartöpfe für Texte und Töpfe für Fotos, beide sind so klein, dass man vielerorts genauso gut “Töpfe für Aufwandsentschädigungen” draufschreiben könnte. Es werden ja nicht nur multimediale Inhalte schlecht bezahlt, sondern der Journalismus im Netz insgesamt.

Und es stimmt natürlich: Es hat keinen Sinn, darauf zu warten, dass die Verlage demnächst eine grundsätzliche Entscheidung treffen und sagen: So, die Zukunft liegt im Netz, wir zahlen jetzt mal ordentliche Honorare, wussten ja gar nicht, dass die Leute von ihrer Arbeit leben wollen, das hätte uns doch mal jemand sagen können. Es wird auch in den kommenden Jahren nur jeweils so viel Geld bereitgestellt werden, dass es gerade reicht.

Die Summen, die wir brauchen, um all die aufregenden, spannenden und innovativen Projekte zu finanzieren, die sich zur Zeit entwickeln, werden wir selbst einsammeln müssen. Spill the Beans! gibt es schon, weitere Netzwerke, Stiftungen und irgendwann Agenturen werden folgen, da bin ich sicher. Wir werden an unsere Leser, Zuschauer und -hörer herantreten (auch wenn dabei noch lange nicht genug rumkommen wird), und wir werden uns nicht scheuen dürfen, alternative Quellen zu erschließen, so wie das im Corporate Publishing ja auch üblich ist. Und dann werden die gleichen Regeln gelten müssen wie im traditionellen Geschäft: CP ist kein Journalismus, sondern PR mit journalistischen Mitteln, und das muss auch transparent gemacht werden.

Bis man vom multimedialen Journalismus allein wird leben können, wird es noch ein bisschen dauern, aber wir stehen ja gerade auch erst am Anfang einer Entwicklung, die nicht abgeschlossen sein wird, wenn wir alle mal in Rente gehen und sagen: Herrjeh, was diese jungen Leute alles produzieren.. da kommen wir einfach nicht mehr mit.

Markus Hündgen August 25, 2010 um 17:28

So sehr ich auch für multimedialen Journalismus kämpfe, danach strebe und seine Fahne hochhalten will: Das Problem liegt derzeit an anderer Stelle. Die meisten Nutzer sind es schlichtweg nicht gewohnt, mehr als ein “Internet-Video” anzuklicken. Das mag sich mit der Zeit und geänderten Nutzungsgewohnheiten ändern. Aber selbst der Bereich “Bewegtbildjournalismus im Netz” ist noch längst nicht überlebensfähig.

Daniel Nauck August 25, 2010 um 23:54

@Markus
Die Bedürfnisse ändern sich rasant auch aufgrund des Angebotes.
Es gibt sicher zahlreiche Studien zum Nutzungsverhalten im Netz, hier mal eine.
Meine Meinung: es lohnt sich nicht zurückhaltend zu sein. Vielmehr sollten neue Investoren her.

Zitat:

Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2010:

76 Prozent der deutschen Onliner sind täglich im Netz. Damit ist die Reichweite des Internets inzwischen fast vergleichbar mit der des Fernsehens: Das Internet zählt für die meisten Onliner zum Alltag und wird gewohnheitsmäßig (fast) täglich eingeschaltet. Die häufigere Nutzung des Internets geht nicht zu Lasten des Fernsehkonsums. Im Gegenteil, die Bewegtbildnutzung im Internet steigt weiter an und zwar parallel zum “üblichen” Fernsehen.

Communitys sowie Video- und Fernsehinhalte im Netz werden immer beliebter, wobei das Anschauen von Onlinevideos für die meisten Nutzer weitaus wichtiger ist als viele Web-2.0-Aktivitäten. 65 Prozent schauen Videos im Netz, 40 Prozent nutzen Communitys. Die Bewegtbildnutzung erfolgt hauptsächlich über Videoportale und über die Mediatheken der Fernsehsender, die inzwischen 24 Prozent der Onliner, das sind rund zwölf Millionen Menschen, mehr oder weniger regelmäßig aufrufen.

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